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Eingestellt am: 02.08.2011 | von Sandra Stanković

Der Konkurrenz voraus sein

Atmos setzt beim Wettlauf auf den Weltmärkten auf Innovationsvorsprünge seiner Produkte.

Der Konkurrenz voraus sein

Über die Märkte für Medizintechnik in aller Welt sowie über die von Atmos erfolgreich verfolgte Strategie der Alleinstellungsmerkmale, ließ sich Regierungspräsident Julian Würtenberger beim Firmenbesuch von Atmos informieren, mit dem er seinen Gemeindebesuch in Lenzkirch begann. Das Unternehmen, das im Vorjahr mit medizinisch-technischen Geräten einen Umsatz von 33,3 Millionen Euro erzielte, möchte im laufenden Geschäftsjahr die 40-Millionen-Euro-Marke übertreffen, und beschäftigt in Lenzkirch 200 Mitarbeiter.

"Der Südwesten ist der Mittelpunkt der Welt, was die Medizintechnik angeht", begrüßte Atmos-Geschäftsführer Peter Greiser den Regierungspräsidenten. Er zeigte zunächst den Werdegang der Firma auf, der 1888 in einer Berliner Apotheke begann und über Mannheim und Freiburg nach Lenzkirch führte. Neben dem Stammsitz im Hochschwarzwald und vielen Tochterunternehmen in aller Welt, gebe es mittlerweile noch Schwerpunktzentren in Malaysia, den USA und in Hamburg. Einige Gedanken gebe es auch dazu, aufgrund der Währungsschwankungen für den amerikanischen Markt, die Fertigung einiger Teilbaugruppe in die USA zu verlegen.

Die vier Geschäftsfelder HNO, Gynäkologie, Chirurgie und Pflege stehen auf den Eckpfeilern Arbeitsplatzlösungen und Systemintegration für HNO-Ärzte und Gynäkologen; den Anwendungslösungen für die Bereich Wundbehandlung und die Pflege. Außerdem stellt Atmos noch Geräteteile her, die von anderen Firmen auf dem Markt sind. "Da steht dann was anderes drauf, ist aber Atmos drin", so Peter Greiser.

Den Erfolg von Atmos begründet Greiser auch damit, dass man nach Lösungen suche, die kein anderer Mitbewerber bieten könne. Der Konkurrenz möchte man über Mehrleistungen und Innovationsvorsprüngen voraus ein. Über den Preis könne sich kein deutsches Unternehmen auf den Märkten positionieren.

Auf dem HNO-Markt ist Atmos der Weltmarktführer. Im Bereich Gynäkologie kommt dieser aus Nordrhein-Westfalen, doch hole Atmos auf. Im Bereich der Thorax-Medizintechnik haben die Schweizer die Nase vorne und beim Thema Wundbehandlung sitzt der Marktriese in Amerika. Das Unternehmen sei gerade für 4,3 Milliarden US-Dollar verkauft worden. Dennoch setzt man beim Thema Wundbehandlung auf Zuwachs. Eine Kooperation mit Hartmann ist gestartet worden, von der sich Atmos einiges verspricht. Die Gesundheitsbranche wachse im Jahr um acht Prozent. Atmos möchte jährlich mehr als die Branche wachsen, zweistellige Renditen einfahren und hochinnovative Produkte auf den Markt bringen. Emsig wird dazu in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung gearbeitet. Neun Prozent des Umsatzes investiert Atmos in Forschung und Entwicklung. Die Gesundheitsbranche sei, so Greiser, die Branche mit den meisten Patentanmeldungen in Deutschland.